Wenn ich diesen Monat in einem Satz zusammenfassen müsste, dann wäre es wohl: viel Substanz, wenig Sichtbarkeit.
Öffentlich betrachtet war es ruhig um die Bloghexe. Nur einen neuen Artikel gab es hier im Blog und ein einziges Karussell auf Instagram. Keine großen Vernetzungsrunden, keine Launches, keine sonstigen bahnbrechenden News. Social Media: eher Funkstille als Feuerwerk.
Und trotzdem ist diesen Monat viel passiert, nur halt hinter den Kulissen.
Relaunch statt Rampenlicht
Der Februar stand im Zeichen eines Relaunches für eine wahnsinnig sympathische Kundin: die liebe Tanja von Oilsomnia. Seit Ende letzten Jahres haben wir gemeinsam ihre Webseite überarbeitet. Ziel war, dass Kundinnen und Kunden ganz unkompliziert online ihre Massagetermine buchen können – und dass Tanja ihre Inhalte künftig selbst verändern kann, ohne jedes Mal technische Hürden überwinden zu müssen. Auch einen Blogbereich haben wir eingeweiht.
Wenn du aus der Nähe von Troisdorf kommst und dich oder jemand anderen mit einer Massage verwöhnen lassen möchtest, schau unbedingt bei Oilsomnia vorbei. 💖
Solche Projekte sind genau das, was ich mit der Bloghexe erreichen möchte: Menschen befähigen, ihre Expertise strukturiert und selbstbewusst online zu zeigen.
Parallel dazu stecke ich bei einem weiteren Projekt in der Akquise. Noch nichts unterschrieben, noch nichts offiziell. Aber Gespräche, Überlegungen, Möglichkeiten. Auch diese „Schwebezustände“ gehören dazu.
Postingfaul auf Social Media
Ich könnte jetzt schreiben, dass ich „den Fokus bewusst auf Kundenarbeit gelegt“ habe. Das stimmt ja auch. Aber die ehrlichere Version ist: ich war müde und genervt von Social Media.
Insta & Co. fühlt sich für mich oft nach einer zusätzlichen Bühne mit viel Druck an. Nach performen müssen, liefern müssen. Und das strengt mich an. Mir gehen Reels nicht in ein paar Minuten von der Hand, ich sitze da ewig dran. Diese Zeit habe ich oft nicht und will sie mir auch nicht von anderen Dingen abzwacken, die mir wichtiger sind.
Ironischerweise passt das perfekt zu meinem Blogartikel in diesem Monat. Ich habe darüber geschrieben, warum Instagram alleine nicht reicht – und habe gleichzeitig gemerkt, wie sehr ich mich selbst unter Druck setze, dort ständig präsent sein zu müssen.
Eigentlich war mir von Anfang an klar, dass ich mir hier kein Business aufbauen will, das nur funktioniert, wenn ich permanent auf Sendung bin. Daran muss ich mich wohl öfter selbst erinnern. 🙂
Was ich diesen Monat halt sehr deutlich gespürt habe, war dieses leise, nagende Gefühl von „Es passiert nicht genug. Ich mache zu wenig.“
Natürlich weiß ich, dass ich gearbeitet habe. Es ist Geld in die Kasse geflossen. Und die Bloghexe war ja von Anfang an „nur“ als Sidebusiness neben einem Vollzeitjob konzipiert. Rational betrachtet ist also alles im grünen Bereich.
Aber emotional fühlt es sich manchmal anders an. Wenn ich verhältnismäßig selten etwas veröffentliche, kommt bei mir schnell so ein Gefühl von Stillstand auf – selbst wenn ich im Hintergrund sehr wohl arbeite und Dinge bewege.
Wie ich hier so an meinem Schreibtisch sitze und mein Blick durch den Garten vor dem Fenster schweift, sehe ich jetzt im Februar noch viele kahle Beete. Ein paar Krokusse, Schneeglöckchen und Primeln blühen schon, ansonsten herrschen noch Laub und vertrockente Stauden vom letzten Jahr vor.
Aber ich weiß, dass jede Menge Samen und Zwiebeln in der Erde schon aus dem Winterschlaf erwacht sind. Es wird also bald ganz bunt werden – auch wenn man es jetzt noch nicht sieht. Nicht jeder Monat ist ein Erntemonat. Manche sind Pflanzmonate. Und zwischen Säen und Ernten passiert lange nichts Sichtbares.
Vielleicht passt das gerade ziemlich gut.
Spannend finde ich in diesem Zusammenhang den Beitrag von Jane, die sehr ehrlich ihre Erfahrungen auf dem Weg zu Marketing ohne Social Media teilt.
Wenig Austausch
Eigentlich standen zwei Netzwerktreffen auf dem Plan. Uneigentlich konnte ich bei dem einen nicht teilnehmen und das andere wurde kurzfristig abgesagt, weil kaum jemand Zeit hatte.
Auch das hat zu diesem Gefühl beigetragen, ein bisschen zu sehr im eigenen Saft zu schmoren.
Ausblick auf den März
Der März wird endlich wieder aktiver!
Ich habe mich für einen Talk beim VGSD angemeldet. Die Netzwerktreffen stehen wieder im Kalender und ich hoffe sehr, dass sie diesmal stattfinden. Außerdem nehme ich an einem kostenpflichtigen Workshop teil, auf den ich mich gerade bewusst vorbereite.
Allein das fühlt sich anders an. Mehr Austausch. Mehr echte Begegnungen. Weniger Zerdenken allein am Schreibtisch.
Ich merke, wie wichtig es für mich ist, nicht nur im stillen Kämmerlein vor mich hin zu wurschteln, sondern auch in Räume zu gehen – digital oder analog.
Ich freu mich drauf! 😊



2 Kommentare
Im Herbst findet ja das Netzwerktreffen der VGSD in Nürnberg statt. Da Nürnberg bei mir fast um die Ecke ist, überlege ich tatsächlich dort hinzugehen. Bist du da auch dabei?
Liebe Grüße, Katja
Nee, das ist mir zu weit weg und zu viel. 😅
Aber ich habe viel Gutes gehört von den früheren Netzwerktreffen!